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Herwig Weiser

Aftermatharchitexture


Mittwoch, 11. Januar 2017, 19:00
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Seit gut 20 Jahren befasst sich der Künstler Herwig Weiser, bekannt für seine technovisionären Installationen, in einer Reihe von Filmen mit dem oft verqueren Verhältnis von Mensch und Architektur. Am Beginn stehen „humane“ Interventionen am Tiroler Bergisel, Inbegriff mächtiger Wintersportspektakel. Weiter geht es mit einem Bilderpark in Frankreich, dessen teils bizarre Architektur Entrée in zuckende Vibration versetzt. Eine Art industrielles Ballett entwirft auch Untitled (Spiegeltuxer), worin eine dadaeske Figur unter anderem auf eine Reise durch eine gigantische Schiffswerft geschickt wird. Cup of Coffee unternimmt einen „speed trip“ durch rasant verschnittene Landschaften, vom kalifornischen Death Valley über Marokko bis hin zur alten Nordkettenbahn in Innsbruck. Haus der Regierung schließlich, das hier seine Kinopremiere feiert, führt in das Moskauer Haus an der Uferstraße, einen legendären Vorzeigebau der Sowjetzeit, dessen geisterhafte Geschichte Weiser zu spukend animiertem Leben erweckt.

Programm

Herwig Weiser
Untitled (Bergisel), 1996, 1 min
Olympia, 2001, 4 min
Entrée, 1998/1999, 9 min
Untitled (Spiegeltuxer), 2011/ 2015, 7 min
Cup of Coffee, 2011, 7 min
Haus der Regierung, 2014/2017, 12 min

Anschließend Gespräch zwischen Herwig Weiser und Christian Höller


Herwig Weiser untergräbt in seinen Filmen und vielen anderen Arbeiten die rationalen Filter und üblichen Bedeutungen unserer Beziehung zur Technologie. Er studierte an der Rietveld Academie Amsterdam (1992–1994) und schloss 1998 sein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. Seine Arbeiten fordern starke, sinnliche Erfahrungen und bringen zugleich Kunst, Wissenschaft, Film und Performance neuartig zusammen.

Christian Höller ist Redakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift springerin – Hefte für Gegenwartskunst.

 

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