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Július Koller

One Man Anti Show

Donnerstag, 24. November 2016

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Mit Július Koller. One Man Anti Show präsentiert das mumok ab 25. November 2016 eine neue Annäherung an das Werk des slowakischen Künstlers Július Koller (1939–2007), einer ikonischen Persönlichkeit in der Geschichte der Neo- und Postavantgarde. Seit der Wiederentdeckung Kollers in den frühen 1990er-Jahren haben seine Arbeiten Künstler_innen und Intellektuelle weltweit maßgeblich inspiriert und sind zu einem wichtigen Referenzpunkt für eine junge Generation von Kunst- und Kulturschaffenden geworden. Das mumok zeigt zum ersten Mal sein Œuvre in vollem Umfang. Die Ausstellung macht sowohl Kollers konzeptuelle Präzision wie auch die Bandbreite der von ihm eingesetzten künstlerischen Methoden deutlich. Neben international bekannten Werken sind nie zuvor präsentierte Arbeiten, Archivmaterialien und Ephemera zu sehen. Július Koller. One Man Anti Show arbeitet auf drei Ausstellungsebenen die Aktualität dieser einzigartigen künstlerischen Praxis durch eine neue Lesart und Präsentation seines alles hinterfragenden künstlerischen Antiuniversums heraus.

Sein halbes Leben, von 1963 bis 2007, führte der „U.F.O-Naut“ eine „Selbstchronologie“, in der er seine konstruktiven Tätigkeiten festhielt. In kritischer Distanz zum Kunstbetrieb und zur institutionellen Kunstgeschichtsschreibung zeichnete er darin die zentralen Motive und Formate seines Gegenentwurfes zu deren Regeln und Werten auf. Diese Selbstdarstellung eines Künstlerlebens, dem mitunter auch der Balkon seiner Privatwohnung publikumsloser Ausstellungsort war, führt die Besucher_innen durch die Ausstellung, deren Titel One Man Anti Show sich auf diese kritische Position des Künstlers gegenüber der Kunst und ihren Institutionen bezieht. Die Präsentation stellt die Schlüsselthemen, Werkgruppen, Motive und Methoden vor, die Koller im Laufe seines künstlerischen Lebens eingesetzt und beständig verändert hat.