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How's my Dancing?

Erfolgreicher Abschluss von ImPulsTanz 2016 im mumok

Donnerstag, 11. August 2016

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Ein bewegter Sommer neigt sich im mumok seinem Ende zu. Zum zweiten Mal in Folge haben sich das mumok und ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival anlässlich einer Ausstellung zusammengetan und Künstler_innen eingeladen, die gezeigte Kunst tänzerisch zu erschließen. Zum Abschluss ist am morgigen Freitag, 12. August 2016 Alice Chauchats Gedankenspiel über Gemeinschaft zu sehen. Seit 24. Juli waren damit insgesamt acht nahezu ausverkaufte Vorstellungen im mumok zu sehen, darunter das Highlight Critical Joy von Peaches, Keith Hennessy und ihren Workshopteilnehmer_innen, das tausende Neugierige in den Hof des MuseumsQuartiers zog.

„Vom Tête-à-tête zum Liebespaar: Unsere Kooperation mit ImPulsTanz ist wie eine tolle Partnerschaft. Sie wird jedes Jahr besser. Heuer haben vom ‚bösen Buben‘ des zeitgenössischen Tanzes, Mårten Spångberg über das philosophische Duo Stamer/Willens oder die opernbegeisterte Jule Flierl bis zum Gespann aus Performanceaktivist Keith Hennessy und der queeren Popikone Peaches unter dem Titel How’s my Dancing? fünf Künstler_innen und Künstler_innengruppen auf die Ausstellung Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter reagiert. Das gesamte mumok bis hin zu den Aufzügen wurde mit leisen Eingriffen oder lauter, queerer Kritik bespielt. Viel zu schnell verging unsere gemeinsame, vierwöchige Sommerfrische. Uns bleibt jedoch die Vorfreude auf das kommende Jahr, denn ich persönlich möchte ImPulsTanz im mumok nicht mehr missen,“ so Karola Kraus, Direktorin mumok.

„In einer erstaunlichen ästhetischen Vielfalt hat sich die Reihe How’s my Dancing? dem Museum und der Malerei choreografisch, performativ, tänzerisch, sprachlich und gesanglich gewidmet. Dass diese sich im gesamten mumok, von den Ausstellungsräumen bis in den Hof des Museumsquartier und in die Hofstallungen ausbreiten konnte, ist der ebenso erstaunlichen Offenheit und dem bemerkenswerten Engagement des mumok und seines gesamten Teams zu verdanken. Und so bleibt als Resümee neben der Begeisterung über die künstlerischen Positionen und den grandiosen Zuspruch des Publikums die Erfahrung einer wegweisenden Partnerschaft zwischen mumok und ImPulsTanz, die für uns wie für die Künstler_innen und das Publikum alte Fragen in neuer Dringlichkeit stellte: Wie machen wir uns Bilder von unserer Welt? Wie stellen wir sie aus? Und für wen? Wie können wir sie verändern, durch aktuelle, risikobereite Interventionen, neue Angebote, Ästhetiken und Gemeinschaften – vom subtilen Gesang über exzessives Feiern oder ein Philosophieren mit Körper und Raum? Und welche Grenzen sind uns dabei gesetzt, ökonomisch, materiell, imaginär? Die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen bringen … That would be our dancing! Da geht noch was, und unbedingt gerne wieder im nächsten Jahr!“, zeigen sich ImPulsTanz-Intendant Karl Regensburger und Programmkuratorin Christine Standfest überzeugt.