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Birgit Hein & Florian Zeyfang

WEISSFILM / SPLICEFILM


Mittwoch, 18. März 2015, 19:00

Als Abschluss ihrer Materialfilme (1976), einer Auseinandersetzung mit der Materialität und den Reproduktionsprozessen von Film, realisierten der/die FilmemacherIn Birgit und Wilhelm Hein 1977 WEISSFILM als Experiment mit 16-mm-Film, der seither nur als ein Original, ohne Kopien, existiert. Der Film wurde also nie dupliziert oder digitalisiert – bisweilen glaubten ihn sogar der/die FilmemacherIn verschollen. 2013, über 35 Jahre später, fotografiert Florian Zeyfang anlässlich des Projektes LIVING ARCHIVE (arsenal Berlin) sämtliche Schnittstellen dieses Filmes und erarbeitet daraus die mit SPLICEFILM betitelte Installation. SPLICEFILM bildet den Abschluss einer Reihe von Film-Videos, die sich mit Fotografie und Bewegtbild beschäftigen. Diese Filme, Installationen und Diaprojektionen sind nun erstmals in dem Buch SLOW NARRATION MOVING STILL (Berlin 2014) zusammengefasst. Anlässlich der Präsentation dieser Publikation zeigen Birgit Hein und Florian Zeyfang im mumok kino WEISSFILM und SPLICEFILM und sprechen über das Verhältnis von Film und Still.

Filmprogramm

Birgit und Wilhelm Hein, WEISSFILM, 1977, 5 min
Florian Zeyfang, SPLICEFILM, 2013, permanent
Florian Zeyfang, Introduction to a Short History of Photography, 2008, 12 min

Buchpräsentation

Florian Zeyfang, Slow Narration Moving Still
Mit Texten von Ariane Müller, Marc Glöde und Anselm Franke; Interviews von Katarina Pierre und Adnan Yıldız.
Sternberg Press, Berlin (2014)


Anschließend Gespräch mit Birgit Hein & Florian Zeyfang.

Birgit Hein ist Filmemacherin, Filmwissenschaftlerin und Performance­künstlerin und lebt in Berlin. Mit ihren strukturellen Filmen (seit 1966), Performances, Filmessays und wissenschaftlichen Veröffentlichungen gilt sie als eine der entscheidenden Wegbereiterinnen des deutschen Underground- und Experimentalfilms.

Florian Zeyfang ist Künstler und Filmemacher und lebt in Berlin. Sein letzter Film Institute Above-Ground (Regie mit Lisa Schmidt-Colinet und Alexander Schmoeger) wurde bei der Berlinale 2015 uraufgeführt.

€ 6,– / ermäßigt € 4,50